Vor vielen, vielen Jahren lernte ich die Fiends durch einen puren Zufall nach einem Konzert kennen. Seitdem sind wir wirklich gut befreundet und im Laufe der Jahre sind verdammt viele Fotos von der Band entstanden, mit denen man mindestens ein Zimmer tapezieren könnte :-)

Es handelt sich um Konzert- oder Backstagefotos, die ich hier zur Ansicht veröffentlichen möchte. Alle Pics hier sind garantiert noch nie irgendwo veröffentlicht worden. Ich habe vor, diese Seite in regelmäßigen Ab-
ständen zu aktualisieren, damit hier nicht immer die gleichen Pics zu sehen sind.

Diesmal fange ich mit mit den Fotos eines Interviews an, welches ich mit Nik und Chris im Juni 1992 im An-
schluß an das Konzert in der "Großen Freiheit" in Hamburg führte. Und weil ich schon dabei bin, hänge ich das Interview gleich hinten ran.

Für alle weiteren Infos, wie News, Discografie usw. solltest Du auf die offizelle Alien Sex Fiend-Homepage schauen.


Das Interview

Marsha: Was war eigentlich das Schlimmste, was euch jemals mit Alien Sex Fiend passiert ist?

Chris: Also, in Pittsbourg/Amerika ist uns einmal die Monitor PA ausgefallen und wir wußten, daß sich ausgerechnet Steve Jones (ehemals "Sex Pistols") im Publikum befand. Aber wir ließen es uns nicht anmerken und improvisierten, indem wir nur der Publikums PA lauschten. Wir zogen unseren Gig also bis zum Ende durch, als wenn nichts passiert wäre.

Nik: Und niemand hat was gemerkt...

Chris: Eine andere lustige Geschichte, denn nach einer gewissen Zeit lacht man über solche Sachen, ist uns einmal in Norwegen passiert. Wir befuhren mit dem Auto eine recht bergige, steile und kurvige Straße. Plötzlich kam uns ein bestimmt 18 Tonnen schwerer Truck mit einem solchen Tempo entgegen, daß wir dachten, er würde uns von der Straße fegen. Gott sei Dank ist damals nichts passiert.

Marsha: Das hätte aber auch übel ausgehen können. Glaubt ihr eigentlich an Wiedergeburt?

Chris: Sicherlich glaube ich an die Möglichkeit der Wiedergeburt!

Nik: Natürlich!

Chris: Und es ist sicherlich einacher an eine Wiedergeburt zu glauben, als z. B. an die Hölle. Das ist einfach eine angenehmere Version vom Leben nach dem Tod.

Marsha: Eine andere Sache: es geht das Gerücht um, daß ihr den Soundtrack zu einem Science-Fiction-Film machen wollt. Was ist dran an diesem Gerücht?

Nik: Also im Moment kann ich nur sagen, daß dies mal wieder so ein typ-
isches Alien Sex Fiend-Gerücht ist. Aber Interesse, so etwas zu machen, hätten wir sicherlich schon.

Chris: Die Idee ist nicht schlecht, darüber sollten wir wirklich einmal nach-
denken. Aber wir haben tatsächlich schon mal Soundtracks zu Fernseh-
sendungen gemacht. Unter anderem zu der , in der auch Nik aufgetreten ist und das Ganze hat uns wirklich sehr viel Spaß gemacht. Das war damals die Sendung "Prime Time", die Samstags nachmittags gegen 17 Uhr ausge-
strahlt wurde. Außerdem wurde noch unser Song "Ignore the machine" in einem Fernsehdrama über ein Basketball-Team eingesetzt. Es war recht lustig, denn das Team setzte sich bei einem Auswärtsspiel in den Mann-
schaftsbus und der Fahrer schob eine Cassette ins Autoradio mit eben diesem Song.

Marsha: Gibt es eigentlich einen geheimen Wunsch oder etwas, was die Band schon immer machen wollte, es aber bis zum heutigen Tage nicht geschafft hat?

Nik: Sicherlich! Am schönsten wäre es, als erste Band ein Konzert auf dem Mars zu geben oder in einer Raumkapsel auf dem Mond. Oder aber einfach nur in einem Raumschiff durch die Gegend zu fliegen und ein Set zu spielen.

Chris: (laut lachend) Das würde aber verdammt viel Benzin kosten!

Marsha: Vielen Bands in England bedeutet es sehr viel, einmal vor dem englischen Königs-
haus aufzutreten. Wie sieht das mit euch aus?

Nik: Also ich glaube, dies wäre keine gute Idee. Sie würden uns nach dem Gig sicherlich gleich köpfen.

Marsha: Weshalb macht ihr Musik? Seht ihr eure Musik als eine Art Selbsttherapie?

Nik: Hundertprozentig ja! Unsere Musik ermöglicht es uns auf einfach Art und Weise unsere eigene Gedankenwelt und unsere Emotionen jeglicher Art zu bewältigen.

Marsha: Stellen wir uns mal vor, plötzlich würde ein Außerirdischer vor euch stehen und euch 3 Wünsche anbieten. Wie würdet ihr euch verhalten, bzw. was würdet ihr tun?

Chris: Schreien! Und außerdem würde ich davonlaufen.

Nik: Also, für mich ist das nichts Außergewöhnliches. Bei jedem unserer Konzerte stehen normalerweise gleich mehrere außerirdisch gestylte Per-
sonen in der ersten Reihe vor mir. Und die 3 Wünsche? Tja, ich weiß nicht...

Chris: Also, darüber müßte man gut nachdenken. Normalerweise wünschen sich die Leute total dumme Sachen. Mit dem zweiten Wunsch korrigieren sie dann den ersten und mit dem dritten wünschen sie den Wunsch wieder weg.

Nik: Also, ich würde mir gar nichts wünschen. Ich würde nur sagen: Hau ab! Sicherlich gibt es viele Sachen, die man sich wünschen kann, aber trotz-
dem kann man Dinge, die kommen werden, nicht ändern. Teilweise werden sie durch Einflüsse bzw. Geschehnisse von außen nur noch verschlimmert.

Chris: Nimm' z. B. Australien. Da gab es ein Stück Land, das war wirklich knochentrocken. Man beschloß, es zu kultivieren und mit Wasser zu ver-
sorgen, um es fruchtbar zu machen. Die Folge war, daß dort, von wo man das Wasser hernahm, ebenfalls fast eine Wüste ent-
stand. Sicherlich hatten die Leute auch dort den Wunsch nach fruchtbarem Land, aber was ist mit den Folgen?

Nik: Wünsche, die in Erfüllung gehen, zerstören meistens die Balance dieser Welt.


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